Why supplier documentation matters

EU-Nachhaltigkeitsverordnung für Modemarken

Die EU-Nachhaltigkeitsverordnung verändert die Art und Weise, wie Modemarken Produktinformationen sammeln, überprüfen und kommunizieren. Der Fokus verschiebt sich von allgemeinen Nachhaltigkeitsfloskeln hin zu nachvollziehbaren Daten über Faserzusammensetzung, Chemikaliensicherheit, Recyclinganteil, Langlebigkeit, Kreislaufwirtschaft und Verantwortung in der Lieferkette. Für Lieferanten bedeutet dies, dass Zertifikate und Dokumentationen exakt dem Stoff, der Farbe, der Verarbeitung und dem jeweiligen Artikel entsprechen müssen.

Nicht jede Regel erfordert dasselbe Zertifikat. Einige Regeln betreffen das Produktdesign, andere die Kennzeichnung, wieder andere Umweltaussagen und manche die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette. Am sichersten ist es, von Lieferanten Nachweise auf Artikelebene anzufordern, nicht nur allgemeine Unternehmenserklärungen.

Nachhaltige Stoffe ansehen

Warum die Lieferantendokumentation wichtig ist

Die EU-Strategie für nachhaltige und zirkuläre Textilien gibt bis 2030 eine Richtung vor: Textilprodukte, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, sollen langlebiger, reparierbar und recycelbar sein, größtenteils aus Recyclingfasern bestehen, frei von Schadstoffen sein und unter Berücksichtigung sozialer Rechte und der Umwelt hergestellt werden.

Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte führt zudem einen Rahmen für zukünftige Produktanforderungen und digitale Produktpässe ein, der auch Informationen enthält, die für Textilien relevant werden könnten.

Was Ihre Lieferanten dokumentieren sollten

Lieferanten sollten nachweisen können, woraus ein Stoff besteht, wie er geprüft wurde und welche Angaben belegt sind. Dies ist besonders wichtig für Stoffe, die als Bio, recycelt, hautfreundlich, wasserabweisend, UV-schützend oder schnelltrocknend beworben werden.

Wichtige Dokumente, die Sie anfordern sollten:

  • Faserzusammensetzung pro Artikel.
  • Gültiges OEKO-TEX® Standard 100 Zertifikat, wenn Schadstoffprüfungen angegeben werden.
  • GOTS-Zertifikat, wenn Bio-Textilien beworben werden.
  • GRS-Zertifikat, wenn Recyclinganteil angegeben wird.
  • Prüfberichte für Leistungsangaben wie QuickDry, UPF 50 oder Wasserbeständigkeit.
  • Pflegehinweise und Informationen zum Einlaufen.
  • Herkunftsland oder Rückverfolgbarkeit der Lieferkette, falls erforderlich.
  • Bestätigung, dass das Zertifikat für die genaue Stoffqualität, Farbe oder Ausrüstung gilt.

Zertifizierungen, die Textilangaben belegen

OEKO-TEX® Standard 100 belegt die Unbedenklichkeit von Textilien, da er Textilprodukte vom Garn bis zum fertigen Produkt auf Schadstoffe prüft. Er garantiert jedoch nicht, dass ein Stoff aus biologischem Anbau oder Recyclingmaterial stammt.

GOTS belegt die Bio-Qualität von Textilien, da es ein Standard für die Textilverarbeitung von Biofasern ist und Umwelt- und Sozialkriterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt.

GRS belegt den Recyclinganteil, da es recycelte Rohstoffe entlang der Lieferkette prüft und zurückverfolgt und Verarbeitungskriterien umfasst.

Praktischer Tipp

Ordnen Sie jeder Nachhaltigkeitsaussage den passenden Nachweis zu. „Bio“ erfordert andere Dokumente als „auf Schadstoffe geprüft“, und „recyceltes Polyester“ benötigt ein anderes Zertifikat als eine allgemeine Nachhaltigkeitserklärung.

Benötigen Sie mehr Inspiration für Ihr nächstes Textilprojekt?
Unser KI-Assistent hilft Ihnen sofort weiter.

Zum Warenkorb hinzugefügt

Willkommen zurück

0
ART.-NR.

Sie haben noch 0 Artikel in Ihrem Warenkorb.